Zeitsignale

Für uns. Für die, die nach uns kommen.

Projekt

Die Jury hat entschieden, wir gratulieren den Gewinnern!

20 Jahre Mauerfall, 40 Jahre Mondlandung, 60 Jahre Bundesrepublik – wie wird 2009 in die Geschichte eingehen? Als Deine Geschichte!
Was ist Dir in diesem Jahr wichtig, was wünschst Du Dir, an was soll man sich in 100 Jahren erinnern? Was hinterläßt Du? Was ist DEIN Jahr 2009? Was ist DEINE Botschaft - dein Zeitsignal - an das Jahr 2109?


Idee

Was ist deine Idee für einen Kurzfilm über dieses Jahr? Beschreibe ganz kurz DEINE Filmidee 2009, deinen Alltag, deine Wünsche, deine Vision der Zukunft – deine Glücksmomente, deine Träume, deine Sorgen. Was bewegt dich, was wird auch Generationen nach Dir bewegen? Was ist dir in diesem Jahr wichtig? Was können spätere Generationen von dir lernen? Welche Erfahrungen dürfen nicht verloren gehen? Was heute geschieht, ist morgen Geschichte. Unsere Geschichte.

Wettbewerb

Eine prominente Jury prämiert die zwölf besten eingereichten Filmideen. Die Sieger des Ideenwettbewerbs gewinnen eine komplette Filmausstattung (Camcorder, Stativ, Schnittsoftware) und werden bei der Umsetzung der Filmidee unterstützt.
Die Filme werden im Dezember 2009 feierlich im Kino uraufgeführt und nehmen automatisch am Internationalen Filmfestival ContraVision teil.
In einer Zeitkapsel werden die Filme für die nächsten 100 Jahre archiviert. 2109 wird die Zeitkapsel geöffnet und gibt unseren Ururenkeln einen Einblick in unsere heutige Zeit - authentisch, lebensnah, ungeschminkt. Heute eine Bestandsaufnahme, morgen ein historisches Dokument – als Film, der in die Geschichte "eingeht".

Änderung der Wettbewerbsbedingungen

Weil leider nicht aus allen Berliner Bezirken Filmideen eingereicht wurden, haben wir die Teilnahmebedingung "Eine Idee aus jedem Stadtbezirk gewinnt" gestrichen. Die zwölf Gewinner des Ideenwettbewerbs werden unabhängig vom Stadtbezirk ermittelt.

Teilnahme

Teilnehmen können Jugendliche bis 25 Jahre, Schulen, Video-AGs und Jugendprojekte.
Einsendeschluß für die Filmideen war der 26. Juni 2009.

Jurymitglieder

Jan Buttler, Vorstand der filmArche, der ersten selbstorganisierten Filmschule Europas
Prof. Ingolf Collmar, Dekan des Fachbereichs I der Hochschule für Film und Fernsehen "Konrad Wolf"
Dr. Christian Hanke, Bezirksbürgermeister von Mitte
Dr. Christa Juretzka, Kulturwissenschaftlerin, Leiterin des FB Kunst und Kultur in Pankow
Sigrid Klebba, stellv. Bezirksbürgermeisterin von Friedrichshain-Kreuzberg
Matthias Köhne, Bezirksbürgermeister von Pankow
Norbert Kopp, Bezirksbürgermeister von Steglitz-Zehlendorf
Marin Martschewski, Dozent für Regie, Dokumentarfilm und Neue Medien an der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin
Dr. Dietrich Reupke, Referatsleiter für Medien und Rundfunk in der Senatskanzlei
Cerstin Richter-Kotowski, Bezirksstadträtin für Bildung und Kultur in Steglitz-Zehlendorf
Susanne Steinhöfel, Kulturamt Treptow-Köpenick, Dezentrale Kulturarbeit
Stefan Warbeck, Chefredakteur des Jugendradios FRITZ vom RBB
Prof. Dr. Dieter Wiedemann, Präsident der Hochschule für Film und Fernsehen Konrad Wolf

Filmproduktion

Das Internetportal zeitsignale.de stellt ab Ende Juli umfangreiche Anleitungen, Video-Tutorials und Kommunikationsmöglichkeiten zur Verfügung. Neben den Tutorials im Internet steht den prämierten Filmteams die Contra Medienwerkstatt e.V. mit Workshops für Jugendliche und Betreuer und ihrer langjährigen Erfahrung hilfestellend zur Seite: inhaltlich, organisatorisch und natürlich technisch.
Das Filmprojekt kann auch in den Schulunterricht eingebunden oder als Projekt der Schul-VideoAG bzw. einer Jugendeinrichtung durchgeführt werden.

Kontakt

Contra Medienwerkstatt e.V.Tel: 030-25798410
Bülowstr. 90Fax: 030-25798443
10783 BerlinEmail: info@zeitsignale.de
 Web: www.zeitsignale.de

Konzept

"Zeitsignale" ist ein medienpädagogisches Modellprojekt zur Förderung der positiven und sinnvollen Nutzung moderner Medienumgebungen durch Jugendliche. Die den Jugendlichen während der Projektarbeit vermittelten Kenntnisse bilden das Fundament für eine kritische Reflexion etablierter Medien und tragen zum bewußtem Verständnis gesellschaftlich-kultureller Zusammenhänge vor dem Hintergrund einer medialisierten Gesellschaft bei.

Heute eine Bestandsaufnahme, morgen ein historisches Dokument – ein Film, der in die Geschichte „eingeht“: Jugendliche aus Berliner Jugendeinrichtungen, Video-AGs und Schulen dokumentieren filmisch ihr Lebensumfeld, die sie beinflussende Geschichte ihres Lebensumfeldes und grüßen das 22. Jahrhundert mit ihren Erinnerungen, Vorstellungen und Wünschen aus dem Jahr 2009. Sie halten ihre Erfahrungswelt für nachfolgende Generationen fest und der heutigen als Spiegel vor’s Gesicht.

Vor dem Hintergrund eines multikulturellen Gesellschaftsmodells, das in Berlin – sicherlich komplex und nicht ohne Kontroversen – Lebensrealität ist, bietet das Modellprojekt "Zeitsignale" Jugendlichen mit unterschiedlichsten kulturellen und sozialen Hintergründen die einzigartige Möglichkeit, ihre Individualität aber auch ihre Gemeinsamkeiten zu reflektieren, zu kommunizieren und mit ihrer gemeinsamen Medienkomposition zur gesamtgesellschaftlichen Debatte beizutragen.

Der daraus gewonnene Impuls kann mit den modernen Technologien des Web 2.0 in einen größeren Zusammenhang übertragen werden und damit für die Vernetzung und die Kommunikation zwischen unterschiedlichen Positionen und Lebensentwürfen Jugendlicher einen aktiven und zukunftsweisenden Beitrag leisten.

Mit internetbasierten Anwendungen wie einem Online-Terminkalender zur Projektverwaltung, einem Online-Lexikon zur Dokumentation von Ergebnissen und Erfahrungen, einem Online-Forum zum freien kommunikativen Austausch, Blogs als personalisierte Projekttagebücher und einem Online-Videoportal zur Veröffentlichung der unbearbeiteten Videoaufnahmen und der fertigen Filme wird den Jugendlichen eine komplette Plattform zur selbstorganisierten Projektdurchführung zur Verfügung stehen, die auch nach dem Zeitraum der Modellprojektdurchführung weiter besteht und frei als Curriculum und Kommunikationsplattform zur Fortsetzung der Projektidee genutzt werden kann.

In Workshops der Contra Medienwerkstatt werden den Teilnehmern sowohl die notwendigen ästhetischen und technischen Kenntnisse der filmischen Arbeit vermittelt als auch die Teilnehmer für die künstlerisch produktive Nutzung moderner Medien sensibilisiert.
Während der Modellprojektphase koordiniert und unterstützt die Contra Medienwerkstatt die Filmarbeit der Teilnehmer, erweitert aus den Erfahrungen der Projektarbeit permanent das Online-Lexikon um Tutorials, How-To’s und Erfahrungsberichte und wird die projektstützende Internet-Infrastruktur unterhalten und den Bedürfnissen der Projektentwicklung anpassen.

Nach Abschluss der Modellprojektphase wird eine komplettierte Internet-Infrastruktur die Projektidee nachhaltig weiterverbreiten und die autarke Fortsetzung ermöglichen.
Die Erweiterung der Methoden medienpädagogischer Arbeit um onlinebasierte Koordination zuvor unvernetzter Institutionen dient der Förderung der Medienkompetenz im größeren Rahmen.